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Zahnbehandlung in Ungarn

Pannonisches Roulette

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 10.02.2005

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Positive Stimmen

„Mein Frau ließ sich vor 18 Jahren in Sopron eine Brücke mit 7 Zähnen machen und bis heute hatte sie keine Probleme. Ich habe mir 1994 vier Jacketkronen anfertigen lassen und bin bis jetzt sehr zufrieden.“

„Noch vor zehn Jahren war ich in Wien Kunde bei Dr. K., seit 5 Jahren bin ich in Györ. Eine Oberkiefer-Vollprothese ist mir bei Dr. K. acht Mal gebrochen. Dann hatte ich genug und bin nach Györ. Modernst eingerichtet, mit einem Schweizer Unternehmen liiert. Inzwischen habe ich mehrere Kronen und sieben Implantate. Ich war äußerst zufrieden, die Behandlung wurde nicht, wie in Österreich üblich, unnötigerweise über viele Termine verteilt sondern bei einem Termin möglichst viel gemacht.“

„Bei meiner letzten Zahnärztin bemerkte ich, dass diese mir 2003 sechsmal (!) Behandlungen verrechnet hatte, die nachweislich nicht durchgeführt worden waren. Ich informierte meine Krankenversicherung. Da die Zahnärztin aufgrund dieser Sachlage in Beweisnotstand kam, musste sie die nicht erbrachten Leistungen rückverrechnen. [...] Ich habe jetzt beschlossen, Behandlungen nur mehr in Ungarn durchführen zu lassen.“

„Ein nicht entdeckter abgebrochener Zahn, gescheiterter Knochenaufbau, Rohheit, keine wirkliche Betreuung, Implantate gescheitert, [ ... ] Streitereien ums Geld. Dann nach Sopron. Netter Auftritt, perfekte Organisation, guter erster Gesamteindruck. Der Arzt ist einfühlsam, nett, sehr kompetent und versucht gemeinsam mit dem Patienten Lösungen zu finden. Die Behandlung ist für ungarische Verhältnisse teuer, für österreichische sehr billig. Ich bin heute noch zufriedener Kunde.“

„Vor ca. 2 Jahren ist eine Krone sehr unschön geworden, weil mein Zahnfleisch sehr weit zurückgegangen ist. [...] Dr. R. in Sopron spricht ein sehr gutes Deutsch; seine Assistentin kann es noch besser. Gleich beim ersten Termin hat er den Zahn gerissen, die beiden Nebenzähne abgeschliffen und mir ein so schönes Provisorium eingesetzt, dass niemand in meinem Bekanntenkreis etwas gemerkt hat. Nach etwa sieben Wochen – Dr. R. hat gemeint, man sollte die Wunde anständig abheilen lassen – wurden die Kronen zu meiner größten Zufriedenheit eingesetzt! Bezahlen musste ich erst nach Beendigung der Arbeit!

Seither habe ich schon über 6 Kronen neu und einige Freunde waren bei Dr. R ebenfalls sehr zufrieden. Einmal ist bei einem Provisorium ein Zahn ausgefallen. Herr Dr. R hat sich hundertmal dafür entschuldigt. Die Kronen waren dann einwandfrei.“

 

Negative Stimmen:

„Ich war Anfang Juni zum ersten Mal bei einem Zahnarzt in Ungarn und habe mir dort drei Kronen anfertigen lassen. Eine bzw. zwei dieser Kronen haben mir fünf Wochen lang starke, ich möchte sagen, fast unerträgliche Zahn- und Ohrenschmerzen bereitet. [ ... ] Ich habe nach dem Einsetzen der Kronen am nächsten Tag tel. reklamiert, weil die Zahnschmerzen, die ich eine Woche lang schon hatte, nicht aufhörten. Ich bin am gleichen Tag nach Ungarn gefahren, weil der Zahnarzt mir mitteilte, dass er ca. 3 Wochen auf Fortbildung und Urlaub ist.

Inzwischen musste ich mich in Österreich behandeln lassen. Man hat mich Gott sei Dank im Zahnambulatorium behandelt, obwohl ich aus Ungarn kam. Ich möchte nun versuchen, einen Teil der Kosten vom ungarischen Zahnarzt rückerstattet zu bekommen und habe die Absicht, ihm persönlich zu schreiben.“

„Diagnose von einem in Wien 13 ansässigen Zahnarzt: Implantieren von 6 Zähnen; Kostenvoranschlag 19.600 Euro. [...] Nun zu Ungarn: Die Ärztin war eigentlich sehr unsicher, es gab keine klare Aussage zum beabsichtigten Behandlungsverlauf, keinen Kostenvoranschlag und letztlich meinte sie, sie würde es ohnehin nicht machen sondern dritte beauftragen. Die Diagnose wurde ohne Panoramaröntgen gemacht, die Untersuchung für meine Begriffe sehr oberflächlich durchgeführt. Mein Eindruck war, sie traute sich die ganze Sache nicht zu. Die Praxis war gut ausgestattet, die Personen sehr höflich und entgegenkommend.“

„Mein Arbeitskollege wurde dort gut behandelt, aber ich bin auf die Nase gefallen. Offensichtlich hat die Ärztin beim Abschleifen nicht aufgepasst und dann zwei Brücken gleich fix einzementiert. Dann Wurzelentzündungen an mehreren Zähnen, 2 Monate nur Schmerztabletten. Schon während der Behandlung gab es Defekte an den Geräten. Mein Eindruck: Sie hat Probleme gesehen und wollte eine Wurzelbehandlung machen, aber der Chef drängt aufs Fertigmachen. – Ein österreichischer Zahnarzt hätte für die Brücken viel Geld verlangt; eine Ärztin hat mich gleich rausgeschmissen. Bei der Kammer haben sie mir gesagt, dass mich ein Zahnarzt nur behandeln muss, wenn Lebensgefahr besteht. Der habe das Recht mich abzulehnen.“

„Ich bin 35 und hab mir in Ungarn viele Kronen machen lassen. Meine Schwester war sehr zufrieden, aber bei mir stimmt der Biss nicht, das ist verhaut. Wahrscheinlich muss ich mir die Zähne bei uns noch einmal machen lassen. Wenn ich mir vorstelle, was ich mit dem Geld für Reisen hätte machen können.“

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