KONSUMENT.AT - Nanosilber - Antibakterielle Wirkung, resistente Keime

Nanosilber

Kleine Teilchen, großes Risiko

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KONSUMENT 6/2012 veröffentlicht: 22.05.2012

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Antibakterielle Wirkung

Nanosilber ist reaktiver als herkömmliche Silberverbindungen, da die winzigen Partikel viel mehr Oberfläche bieten und daher mehr Ionen abgeben können. Das dürfte sicher sein. Und das wird auch in der Medizin genutzt: Wundauflagen auf Nanosilberbasis, die insbesondere bei Brandverletzten Anwendung finden, sind länger haltbar und müssen seltener gewechselt werden.

Sauberkeit nicht übertreiben

Was sich im Krankenhaus bewährt, kann im Haushalt nicht falsch sein, denkt mancher – und unterliegt damit einem Irrtum. Sauberkeit ist nur gut, solange sie nicht übertrieben wird. Bakterien sind nämlich keineswegs nur Krankheitskeime. Es gibt auch (für den Menschen) "gute" Bakterien, dazu gehören etwa solche, die auf der Hautoberfläche Krankheitserreger in Schach halten.

Antibakterieller Großangriff

Durch den antibakteriellen Großangriff wird aber das natürliche Gleichgewicht empfindlich gestört, in dem sich "gute" und "böse" Mikroorganismen befinden. Und wir können uns auf diese Weise eine ernste Gesundheitsgefahr einhandeln. Auf Bedrohung "reagieren" die Krankheitserreger mit dem Umbau ihrer Genstruktur.

Resistente Keime

Das haben wir beim Einsatz von Antibiotika gelernt. So gibt es immer mehr resistente Bakterienvarianten, gegen die unsere medizinischen Abwehrwaffen zunehmend machtlos sind. Gerade in Krankenhäusern schafft das große Probleme. Die Krankheitskeime können bei immungeschwächten Patienten etwa zu einer Lungenentzündung und in der Folge zum Tod führen. Daher sollten auch nicht bei jedem Schnupfen gleich Antibiotika eingenommen werden, zumal diese gegen Viren ohnehin nichts ausrichten können und nur der weiteren Resistenzbildung Vorschub leisten.

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Kommentare

  • Nanotechnologie im Alltag
    von eiger am 28.05.2012 um 07:51
    Dass Länder wie Pakistan massgeblich an der Herstellung von Nanoprodukten beteiligt sind, verursacht bei mir Kopfschmerzen und will ich auch nicht weiter kommentieren... Zusammenfassend erkenne ich aus diesem sehr informativen Beitrag nur eines, was ich schon am 25.11.11 feststellte: wir Konsumenten sind nach wie vor "Testobjekte".