KONSUMENT.AT - Schädlinge im Haushalt - Fruchtfliege, Hausstaubmilbe

Schädlinge im Haushalt

Ungebetene Mitbewohner

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KONSUMENT 11/2011 veröffentlicht: 20.10.2011, aktualisiert: 13.02.2019

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Fruchtfliege (Obstfliege)

2 bis 4 mm groß, die Larven sind madenartig. Die Fruchtfliege lebt oft im Kompost und wird von faulenden Früchten bzw. Fruchtsäften, Wein und Kaffee angezogen. Hohe Vermehrungsrate, die Eier werden auf faulende oder gärende Lebensmittel abgelegt, die Larven ernähren sich von Hefen und Bakterien. Befallene Früchte ­entsorgen, Obst, Gemüse und Getränke vor allem im Sommer nicht offen aufbewahren. Zur Bekämpfung können Fliegenfallen mit Obstbrei oder Apfelsaft-Essig-Mischungen plus Spülmittel eingesetzt werden.

Hausstaubmilbe

Hausstaubmilben sind mit freiem Auge nicht sichtbar. Sie kommen ganzjährig in allen Wohnungen und Häusern vor, vorzugsweise in Betten, Polstermöbeln und textilen Bodenbelägen. Kot und abgestorbene Häute können bei empfindlichen Personen zu Niesanfällen, Husten, Schnupfen, Ausschlägen und Augenjucken führen. Sie können Asthmaanfälle, Atemnot und Allergien auslösen. Auf Milben empfindlich reagierende Personen sollten darauf achten, dass das Schlafzimmer frei von Haustieren, Zimmerpflanzen und Staubfängern (Bücherregale, dicke Vorhänge, ­Teppichböden) ist.

Es sollte zudem regel­mäßig stoßgelüftet werden, die Temperatur im ­Winter sollte bei Abwesenheit (gelegentlich auch tagsüber) auf 17 Grad Celsius gesenkt, die Luftfeuchtigkeit niedrig gehalten werden. Betten und Bettzeug tagsüber lüften, Matratzen morgens nicht gleich wieder abdecken. Hypoallergene Bett­wäsche verwenden und diese öfter wechseln. Bettzeug und Teppiche häufig absaugen und an Wintertagen draußen durchfrieren lassen oder bei mindestens 60 Grad waschen.

Kuscheltiere über Nacht in die Tiefkühltruhe legen. Glatte Fußböden und Möbel ­gelegentlich mit feuchtem Tuch entstauben, keine Luftbefeuchter einsetzen. Chemische Vernichtungsmittel sind nicht empfehlenswert, da vor allem Allergiker darauf empfindlich reagieren können. Im Bett, wo sich die ­meisten Milben aufhalten, sollten diese ­Mittel ohnehin nicht angewendet werden.

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