KONSUMENT.AT - Leserreaktionen: Geplante Schwachstellen - Reparieren unmöglich gemacht

Leserreaktionen: Geplante Schwachstellen

Obsoleszenz - viel Schrott, viel Ärger

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 21.03.2013

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Reparieren verunmöglicht

Häufig ist es die Unmöglichkeit, ein defektes Gerät zu reparieren, das die Lebensdauer ­unnötig verkürzt. So berichtet ein Besucher ­unserer Homepage von einem Notebook der Marke HP, „bei dem nach einem halben Jahr eines der Scharniere gebrochen ist. Trotz intensiver Recherche war es mir nicht möglich, für dieses Modell neue Scharniere zu bekommen. Leider unterscheiden sich die Scharniere jedes einzelnen Typs, sodass kein Scharnier eines ­anderen Modells verwendet werden kann.“

Reparatur einer Kaffeemaschine von BSH

Nicht als unmöglich, aber als sehr teuer erwies sich die Reparatur einer Kaffeemaschine von BSH für Mag. Robert Wasserbacher. „Der ­Motor der Kaffeemühle hat wegen Verschleiß der Kohlebürsten (Kleinstteile mit einem Wert von wenigen Euro) den Geist aufgegeben. Anstatt diese beiden Kohlebürsten zu ersetzen, was eine geringe Reparaturzeit und wenig handwerkliches Geschick erfordert, war ich gezwungen, eine komplette Mahlwerk-Motor-Garnitur zu erwerben.“

Anfragen selten bis gar nicht beantwortet

Viele Leser ärgern sich darüber, dass ihre Anfragen ignoriert werden oder sie mit knappen Statements abgefertigt werden. So auch Franz Bruckmair, an dessen Rowenta-Föhn der Gebläseschalter kaputt ging. „Der Servicepartner von Rowenta fand es nicht der Mühe wert, zu antworten.“ Danach versuchte er es über das Kontaktformular auf der ­Rowenta-Homepage. Die knappe Antwort: „Leider keine Teile erhältlich.“

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Kommentare

  • Langzeit-Tests
    von Markus1980Wien am 24.04.2013 um 21:10
    Im Konsument 5/2013 schreiben Sie dass Tests der Langlebigkeit sehr aufwendig sind, und in Branchen in denen es häufig zu Produktwechseln kommt erst geliefert werden könnten, wenn das Nachfolgemodell bereits auf dem Markt sind, und sie aus diesem Grund nur Langzeit-Tests durchführen wo dies möglich und sinnvoll ist. Hier nun mein Vorschlag: Veröffentlichen Sie Langzeit-Testergebnisse für alte Geräte einfach wenn sie ein neues Gerät des gleichen Herstellers testen. In etwa so: "Die drei zuletzt getesteten Drucker der Firma XY hielten im Durchschnitt 5.603 Seiten, bzw. 3.7 Jahre) So hätte der Kunde die Möglichkeit Firmen zu meiden, deren Produkte statistisch gesehen schnell kaputt gehen.
  • Teppichklopfer von Dyson, Type: A 66771
    von Malowan80 am 10.04.2013 um 11:03
    Mein Dyson-Teppichklopfer hat offenbar eine Sollbruchstelle: Die Bürstenwalze dreht sich nach 5 Jahren nicht mehr. Schwachstelle ist ein Keilriemen, welcher sich lockert. Das Gerät ist davon abgesehen funktionstüchtig. Reparatur durch Hersteller abgelehnt.
  • Abwimmeln "historisch"
    von hkoe am 21.03.2013 um 17:03
    Das Abwimmeln von Kundenreklamationen habe ich schon vor Jahren bei Miele erlebt. Ich wollte auf ein unzureichendes, zu großmaschiges Abflußsieb einer Geschirrspülmaschine hinweisen, nachdem ein versehentlich mitgewaschener Zitronenkern die Abwasserpumpe verstopfen wollte. Ich glaubte es fehle ein Bestandteil. Von oben herab, als wollte ich einen VW-Käfer bei Mercedes reparieren lassen, teilte man mir ungefähr mit, es gebe keine Fehler an Mieleerzeugnissen. Darauf baute ich selbst ein feinmaschiges Teesieb ein und habe seither keine Probleme mehr. Ein Freund erzählte mir lachend, er hätte Gleiches erlebt und ebenfalls selbt gehandelt. Leider glückt das nicht jedem. H.Köhler