KONSUMENT.AT - Leserreaktionen: Geplante Schwachstellen - Einige Konsumenten fordern strenge Strafen

Leserreaktionen: Geplante Schwachstellen

Obsoleszenz - viel Schrott, viel Ärger

Seite 3 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 21.03.2013

Inhalt

Selbst Hand angelegt

Glücklich können sich jene Konsumenten schätzen, die in der Lage sind, sich selbst zu helfen. Das Neff-Geschirrspülgerät von DI ­Rupert Wieser verweigerte mit einer Fehlermeldung den Dienst. Anrufe bei der Servicehotline blieben erfolglos. Daher machte sich Herr Wieser selbst auf die Fehlersuche. „Beim Zerlegen des Gerätes wurde klar, dass zwei Printrelais auf der Steuerplatine die Ursache für den Defekt waren. Nachdem diese beiden Teile (Stückpreis 1,82 Euro) ausgetauscht ­waren, lief der Spüler wieder einwandfrei.“

Kein Ausweg in Sicht?

„Man ist generell verunsichert, ein elektronisches Gerät anzuschaffen – wo bisher Freude über einen Kauf vorherrschte, stehen nun Zweifel und Gebete“ (Harald Wilhelm). Was ist die Ursache dafür, „dass sich Schrott ­verkaufen lässt“? Für Richard Ott ist es klar: „Die Fachberater haben keine Ahnung/Zeit und verkaufen nur über den Preis. Dem ­Kunden ist von den Medien suggeriert worden, dass ,eh alles von einem Band kommt‘.“

Einige Konsumenten fordern strenge Strafen

Wie einige andere auch sieht der Leser in längeren Garantiezeiten eine Möglichkeit, die Spreu von Qualitätsware zu unterscheiden. Andere wieder fordern strenge Strafen für nach­gewiesene Obsoleszenz und Schadenersatz für geschädigte Verbraucher. Andrea Wicke sieht einen „Teufelskreis, aus dem man schwer herauskommt“. Aber immerhin: „Ihre Zeitschrift leistet in ihrer Nische beste Arbeit, um wenigstens das Konsumentenbewusstsein in die richtige Richtung zu schärfen und deren Interessen zu vertreten.“

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
8 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Langzeit-Tests
    von Markus1980Wien am 24.04.2013 um 21:10
    Im Konsument 5/2013 schreiben Sie dass Tests der Langlebigkeit sehr aufwendig sind, und in Branchen in denen es häufig zu Produktwechseln kommt erst geliefert werden könnten, wenn das Nachfolgemodell bereits auf dem Markt sind, und sie aus diesem Grund nur Langzeit-Tests durchführen wo dies möglich und sinnvoll ist. Hier nun mein Vorschlag: Veröffentlichen Sie Langzeit-Testergebnisse für alte Geräte einfach wenn sie ein neues Gerät des gleichen Herstellers testen. In etwa so: "Die drei zuletzt getesteten Drucker der Firma XY hielten im Durchschnitt 5.603 Seiten, bzw. 3.7 Jahre) So hätte der Kunde die Möglichkeit Firmen zu meiden, deren Produkte statistisch gesehen schnell kaputt gehen.
  • Teppichklopfer von Dyson, Type: A 66771
    von Malowan80 am 10.04.2013 um 11:03
    Mein Dyson-Teppichklopfer hat offenbar eine Sollbruchstelle: Die Bürstenwalze dreht sich nach 5 Jahren nicht mehr. Schwachstelle ist ein Keilriemen, welcher sich lockert. Das Gerät ist davon abgesehen funktionstüchtig. Reparatur durch Hersteller abgelehnt.
  • Abwimmeln "historisch"
    von hkoe am 21.03.2013 um 17:03
    Das Abwimmeln von Kundenreklamationen habe ich schon vor Jahren bei Miele erlebt. Ich wollte auf ein unzureichendes, zu großmaschiges Abflußsieb einer Geschirrspülmaschine hinweisen, nachdem ein versehentlich mitgewaschener Zitronenkern die Abwasserpumpe verstopfen wollte. Ich glaubte es fehle ein Bestandteil. Von oben herab, als wollte ich einen VW-Käfer bei Mercedes reparieren lassen, teilte man mir ungefähr mit, es gebe keine Fehler an Mieleerzeugnissen. Darauf baute ich selbst ein feinmaschiges Teesieb ein und habe seither keine Probleme mehr. Ein Freund erzählte mir lachend, er hätte Gleiches erlebt und ebenfalls selbt gehandelt. Leider glückt das nicht jedem. H.Köhler