KONSUMENT.AT - Nachhaltige Veränderung - Ökologischer Fußabdruck wird immer größer

Nachhaltige Veränderung

Projekt Weltrettung

Seite 1 von 6

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 9/2019 veröffentlicht: 29.08.2019

Inhalt

Angesichts der globalen Umwelt- und Klimakrise sind wir alle gefordert. Doch reicht es aus, nachhaltig zu leben, oder sind weitere Schritte notwendig?

Wenn alle Menschen so leben und so viel konsumieren würden wie wir Europäer, bräuchte die Menschheit fast drei Planeten statt einem (Bild: PopTika/Shutterstock)

Fairtrade-Kaffee, Fleisch vom glücklichen Rind, Bio-Shirt: Wie schön, wenn man beim Einkaufen nebenbei die Welt retten kann. Aber so einfach ist es nicht. Am nachhaltigsten ist es immer noch, so wenig wie möglich zu kaufen. Wie nachhaltig kann z.B. ein T-Shirt aus Bio-Baumwolle sein, das genauso billig ist wie jenes aus konventionell angebauter Baumwolle? Die Antwort ist einfach: Nicht sonderlich, wurde es doch genauso billig produziert. Das Prädikat „bio“ sagt noch lange nichts über die Wertschöpfungskette – das Spinnen, Weben, Färben und Nähen – eines Kleidungsstücks aus.

Ökologischer Fußabdruck wird immer größer

Nachhaltigkeit ist nach wie vor das Gebot der Stunde, doch dessen Umsetzung nicht gerade einfach. Uns Menschen der westlichen Welt fällt es schwer, so zu leben, dass Bewohner ärmerer Länder sowie nachfolgende Generationen genügend Ressourcen zur Verfügung haben. Unser ökologischer Fußabdruck wird immer größer: Wenn alle Menschen so leben und so viel konsumieren würden wie wir Europäer, bräuchte die Menschheit fast drei Planeten statt einem.

Minderheit denkt um

Wie kann es also sein, dass alle von Nachhaltigkeit reden, wir aber alles andere als nachhaltig leben? Zwar wird das Bewusstsein über die Folgen unseres Lebensstils größer und immer mehr Menschen beginnen umzudenken. Doch das ist nach wie vor eine Minderheit. Und so genau nehmen es die meisten dann doch nicht: Sie kaufen zwar bio, fliegen aber zwei Mal im Jahr auf Urlaub. Viele lehnen Kaffee aus Kapseln ab, zahlen ihr Geld aber in Banken ein, die es in klimaschädliche Projekte investieren.

Klimawandel, Plastikmüllberge, Artensterben

Unser ausbeuterisches Wirtschaftssystem gepaart mit der Sorglosigkeit des vorherrschenden Konsumdenkens hat uns an den Rand einer Umwelt- und Klimakatastrophe geführt. Zahlreiche aktuelle Studien zeigen, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, um einen ökologischen Kollaps noch abzuwenden.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
7 Stimmen
Weiterlesen