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Paketzustellung: Trinkgeld

Kommentar von Markus Stingl

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KONSUMENT 11/2018 veröffentlicht: 25.10.2018, aktualisiert: 22.11.2018

Inhalt

Leserreaktionen

Wenig Sinn

Ja, das hat schon was an sich, aber da die Zusteller und Briefträger ja nicht immer dieselben sind, hat das wenig Sinn. Streng genommen ist ja so ein Trinkgeld eine „Bestechung“, damit der Zusteller (hab noch nie eine Frau gesehen), in Zukunft seine Arbeit macht, für die er zugegebener Maßen schlecht bezahlt wird. Mir wäre auch lieber, die Post macht weniger Gewinn, stellt mehr Mitarbeiter ein und zahlt diese besser und liefert mir Pakete und Einschreiben an die Haustür!

User "Freytagb"
(aus KONSUMENT 2/2019)

Nicht ganz einverstanden

Ihrem Artikel über Trinkgeld möchte ich nur bedingt zustimmen. Es gibt Dienstleistungen, bei denen ein Trinkgeld üblich ist und ich auch gerne eines gebe (Friseur, Kellner usw.). Was ich nicht möchte: dass sich auch bei uns „amerikanische Verhältnisse“ einbürgern. Unser Ziel sollte es sein, dafür zu sorgen, dass ordentliche Gehälter bezahlt werden und der Mitarbeiter kein Bittsteller ist.

Nehmen wir Ihr Beispiel des Paketzustellers. Ich nehme an, dass Sie auch einem Postangestellten ein Trinkgeld geben. Wenn Sie sich die Gehälter der „Postvorstände“ anschauen und sehen, wie die Angestellten behandelt werden, ist das eine Katastrophe. Wollen wir das unterstützen? Ich höre von Wirten immer wieder, wenn es um die Bezahlung geht: „Sie bekommen ja noch das Trinkgeld.“

Dann gibt es noch jene Kunden, für die ein großzügiges Trinkgeld kein Problem ist; es gibt aber auch den kleinen Mann, der sich das nicht leisten kann und somit wieder Kunde 2. Wahl ist. Es wird ja schon Trinkgeld für Busfahrer (Ausflugsfahrten) gesammelt, wenn der Chef selber fährt – er wird wohl kalkulieren können!

Ich bin überzeugt, gerechter Lohn für jede Arbeit, auch für Dienstleister, muss das Ziel sein. Der Markt regelt das schon; zwar ein bisschen langsam, aber es werden den Wenigzahlern früher oder später die Mitarbeiter ausgehen.

Peter Kössler
Stanz bei Landeck
(aus KONSUMENT 12/2018)

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
14 Stimmen

Kommentare

  • Trinkgeld b. Paket-, Pizza- u.ä. - zustellung
    von riki tax am 10.02.2019 um 17:01
    Jeder Dienstleister freut sich über Anerkennung, auch in monetärer Form. Als Bestechung würd ich's nicht bezeichnen. Aber wenn's die Motivation u.somit die Leistung steigert, umso besser ;-)))
  • Trinkgeld
    von skipper54 am 08.12.2018 um 06:55
    Ich gebe zwischen 2€ und 5€,kommt auf die Größe des Paketes an.Zu uns kommt immer der selbe Postler,der hat noch Zeit für ein kurzes Gespräch.
  • TRINKGELD
    von Freytagb am 16.11.2018 um 22:30
    Ja, das hat schon was an sich, aber da die Zusteller und Briefträger ja nicht immer dieselben sind hat das wenig Sinn. Streng genommen ist ja so ein Trinkgeld eine "Bestechung", damit der Zusteller, hab noch nie eine Frau gesehen, in Zukunft seine Arbeit macht, für die er zugegebener Maßen schlecht bezahlt wird. Mir wäre auch lieber die Post macht weniger Gewinn, stellt mehr Mitarbeiter ein und zahlt diese besser und liefert mir Pakete und Einschreiben an die Haustür!