KONSUMENT.AT - Pfefferproduktion - Bio-Pfeffer, Fair Trade

Pfefferproduktion

Scharfer Preisdruck

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KONSUMENT 2/2012 veröffentlicht: 19.01.2012

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Pfeffer aus fairem Handel

Wer beim Einkauf Wert auf soziale Fairness und Umweltschutz legt, ist mit Fairtrade-Produkten gut beraten: Die Firma EZA Fairer Handel bezieht ihren Pfeffer aus Sri Lanka, von Bio-Foods, einer von Fairtrade zertifi­zierten Produzentenorganisation. Der faire Handel unterstützt Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschen­würdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen lassen sich die Lebensbedingungen der Menschen in den Ländern des Südens verbessern, die Binnenwirtschaft wird gestärkt und langfristig werden ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut. EZA-Pfeffer ist u.a. in Weltläden, in Naturkostläden und im EZA-Onlineshop erhältlich.

Bio-Pfeffer

Eine gute Alternative sind auch Kräuter und Gewürze aus biologischem Anbau: Sie sind gentechnikfrei und werden ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und mineralischem Dünger hergestellt. Die Firma Sonnentor beispielsweise bezieht Bio-Pfeffer aus Tansania und aus Indien. Dabei wird eigenen Angaben zufolge außer auf die Produktqualität auch auf die sozialen Bedingungen vor Ort besonderer Wert gelegt. Erhältlich ist der Bio-Pfeffer in den Sonnentor-Geschäften, im Webshop ­sowie im Bio-Fachhandel.

Kotanyi: keine Stellungnahme

Bei den Marktführern scheinen ethische Kriterien dagegen keine große Rolle zu spielen. In Österreich sind vorrangig Gewürze der Firmen Kotanyi und Fuchs auf dem Markt: Von der Firma Kotanyi aus Wolkersdorf/ NÖ erhielten wir trotz mehrmaliger Anfrage keine Stellungnahme. Die deutsche Firma Fuchs Gewürze ließ uns wissen, dass sie ihren Pfeffer aus Vietnam beziehe und sich dabei in erster Linie an Qualitätskriterien orientiere.

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Kommentare

  • Fairtrad - Pfeffer
    von haribobo am 26.01.2012 um 15:36
    Ich war 27 Jahre in einer Industriefirma die Gewürze für Fleisch und Wurst verarbeitet.Es wurden hier so um die 60 Tonnen Pfeffer jährlich verarbeitet.Es wurde nicht der geringste Gedanke verschwendet wie dieser Pfeffer auf den Markt gekommen ist.Das wichtigste bei diesen Geschäften war 1.der Preis( das wichtigste Kriterium),2.die Qualität(wieviel ätherische Öle sind enthalten, ansonsten mußte mit der noch teureren Chemie nachgeholfen werden) Durch ständiges Suchen nach billigster Ware wurden auch so manche Schätze wie Steine, rostige Nägel,zahlreiche verschiedene Schrauben,Stroh,Kot von Tauben oder Hühnerentdeckt. Der Pfeffer wurde zwar maschinell Gereinigt durch Seperatoren und Siebe und anschließend gemahlen oder geschrottet.Ich habe in meiner aktiven Zeit sehr viel mit der Qualität des Pfeffers erlebt und das alles nur wegen der ständigen Preisdrückerei