KONSUMENT.AT - Plastik: Müll ohne Ende - Leserreaktionen

Plastik: Müll ohne Ende

Kommentar von Redakteur Bernhard Matuschak

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KONSUMENT 9/2019 veröffentlicht: 29.08.2019

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Leserreaktionen

Übertrieben

Ich lese schon lange Ihre Zeitschrift und bin mit Ihren Beiträgen meist zufrieden, nur, man kann es mit der Klimahysterie auch übertreiben. Ich erledige meinen Lebensmitteleinkauf entweder beim Direktvermarkter oder beim Interspar, seltener bei anderen Händlern.

Ich persönlich finde es gut, dass Obst und Gemüse jetzt hygienisch verpackt sind, damit nicht mehr jeder alles anfasst (gilt für die Handelsketten). Und nein, literweise Wasser dafür zu verschwenden, um selbiges wieder zu säubern, ist auch nicht gerade umweltfreundlich. Dazu kommt noch, dass ich mein Stoffsackerl nicht nach jedem Einkauf waschen muss.

Übrigens, auch mein Direktvermarkter, der seine lokal produzierten Fleischwaren, Obst und Gemüse vertreibt, verwendet Kunststoffgebinde. Ich selbst nutze die Folien (von Paprika z.B.) als kleines Müllsackerl, damit wird mein Hausmüll verdichtet. Und nein, unser Hausmüll landet nicht im Meer, sondern wird energetisch wiederverwertet. Also weniger sektiererisch, fast schon esoterisch angehaucht, wäre eindeutig mehr.

Ute Schachner
E-Mail
(aus KONSUMENT 10/2019)

Zu große Mengen

Ihrem Artikel stimme ich vollkommen zu und möchte ihn noch um folgenden Aspekt ergänzen: Es geht auch um die Menge an Lebensmittel, die sich in einer Kunststoffverpackung befindet. Oft sind es große Mengen, die sich darin befinden, die aber ein kleiner Haushalt gar nicht verbrauchen kann, sodass die verdorbene Ware entsorgt werden muss. Dem Handel ist das scheinbar egal, ihm geht es nur um die größere Menge, die er dadurch verkaufen kann.

Ich ärgere mich zum Beispiel immer über in Kunststoffnetzen verpackten Knoblauch. Beim Supermarkt oder Diskonter ist Knoblauch gar nicht anders zu bekommen. Nur kann ich die Menge an Knoblauch gar nicht so schnell verbrauchen, als dass nicht ein Teil davon schlecht werden würde – auch bei bester Lagerung. Da bleibt keine Alternative zum Bioladen oder Wochenmarkt, wo solche Produkte auch einzeln verkauft werden. Zum Glück gewinnen die an Bedeutung!

Markus Ebster
E-Mail
(aus KONSUMENT 10/2019)

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Kommentare

  • Gesetzliche Vorgaben
    von ling am 29.11.2019 um 11:05
    "Aber auch hier, im Kleinen, zeigt sich, dass wir ohne gesetzliche Vorgaben auf keinen grünen Zweig kommen"

    Solange viele unserer Politiker (und auch die -innen) überzeugte Lobbyisten sind, wird dies allerdings noch lange auf sich warten lassen bzw Wunschdenken bleiben...
  • Gemüse ohne oder mit Verpackung
    von ling am 22.11.2019 um 10:14
    Ich hatte vor längerer Zeit Gelegenheit in einer Billa-Filiale offen angebotene Eierschwammerl (für unsere bundesdeutschen Freunde zum besseren Verständnis: Pfifferlinge) unverpackt zu sehen. Schau schau, dachte ich, Billa auf dem Vormarsch für unverpacktes Gemüse. Als ich jedoch stehen blieb und einige Konsumenten beim "betrachten" der Ware sah, verflog mein Gedanke an das Gute im Supermarkt recht schnell. Da wurde mit den Händen entnommen, geprüft, zurückgelegt, nochmals genommen und wieder retourniert - vor allem aber: nichts gekauft! Wenn man das auf den Tag hochrechnet, vergeht einem die Laust auf Pilzkonsum. Nicht nur, dass jeder mit seinen Griffeln (sauber oder nicht, das sei einmal dahingestellt) herumfingert, die Ware wird dadurch nicht besser und vor allem immer unansehnlicher. Nachdem ich genug hatte, beschloss ich auf diesen Genuss zu verzichten und mich den gemeinen Plastikverpackungschampignons zuzuwenden. Weiß, steril, sauber. Und gar kein schlechtes Gewissen danach. Eigentlich seltsam, denn bei Gurken, Paradeisern, Zucchini, Paprikaschoten ist mir das nur recht, wenn diese unverpackt angeboten werden, die Eierschwammerl würden mir allerdings recht lange im Magen liegen...
  • Gemüse ohne Verpackung teurer
    von Petra Geiger am 14.09.2019 um 11:01
    Ich war unlängst in einem Spar-Markt. Da gab es ein Hinweis-Schild am Gemüse-Regal, dass der Kauf von unverpackter Ware ein Beitrag zum Umweltschutz waere. Die danebenliegenden unverpackten Paprika waren jedoch teurer als die verpackten.