KONSUMENT.AT - Supermärkte im Ethiktest - Verantwortung abschieben

Supermärkte im Ethiktest

Nicht wirklich super

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KONSUMENT 12/2011 veröffentlicht: 23.11.2011

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Verzicht auf unfaire Arbeitsbedingungen

Auch die Sozialstandards sind im Gegensatz zu ökologischen Kriterien schwach ausgeprägt. Hier geht es um den Verzicht auf unfaire Arbeitsbedingungen in bzw. Handelsbeziehungen mit der Dritten Welt. Es gibt zwar mittlerweile fast überall Fairtrade-zertifizierte Produkte, die Wachstumsraten sind zweistellig, doch gemessen am Gesamtumsatz beträgt ihr Anteil immer noch bescheidene 0,6 Prozent. Zum Vergleich: In der Schweiz ist jede zweite Banane fair gehandelt; das zeigt, dass das Entwicklungspotenzial bei Weitem noch nicht ausgereizt ist.

Abschieben der Verantwortung

Beim Rest des Sortiments begnügt man sich vielfach noch immer mit einem Abschieben der Verantwortung: Man lässt die Lieferanten Verhaltenskodizes unterschreiben, die Einkaufspolitik (hoher Kostendruck und enge Lieferfristen) bleibt aber unverändert.

Keine Auflagen für Lockartikel

Praktisch keine Auflagen gibt es für Lockartikel aus dem Non-Food-Bereich: Textilien, Elektronikprodukte oder Spielzeug. In Großbritannien ist der faire Handel viel stärker Gegenstand öffentlichen Interesses: Alle drei Branchenvorreiter arbeiten in der Ethical-Trading-Initiative (ETI) zusammen, die sich ehrgeizige Ziele gesetzt hat, so zum Beispiel ein transparentes System zur Rückverfolgbarkeit von Waren bis zum Produzenten in der Dritten Welt.

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Kommentare

  • und nicht nur Schnittlauch
    von domo22 am 01.02.2012 um 19:33
    auch Knoblauch kommt aus China,allerdings nicht nur bei Hofer....
  • Schnittlauch aus Indien
    von kiara190461 am 27.12.2011 um 18:30
    Hofer macht groß Werbung für seine Bio-Produkte und wie viel CO2 denn damit nicht eingespart werde, verkauft aber gleichzeitig Schnittlauch aus Indien.