KONSUMENT.AT - Tierversuche - Stellungnahmen: Procter & Gamble, Unilever und Beiersdorf

Tierversuche

Qualen ohne Ende

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KONSUMENT 10/2012 veröffentlicht: 27.09.2012

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Stellungnahmen: Procter & Gamble, Unilever und Beiersdorf

Zu Tierversuchen befragt, gaben uns die großen Kosmetikunternehmen folgende Antworten:

Procter & Gamble (Braun, Wella, Oral-B u.a.):
"P & G führt keine Tierversuche durch, um Fertigprodukte aus den Bereichen Waschmittel, Reinigung, Kosmetik, Schönheitspflege oder Hygiene zu testen. Heutzutage kommen über 99 Prozent unserer Sicherheitsbeurteilungen ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Tierversuche aus." Allerdings musste P & G im vergangenen Jahr eine Werbung für das Produkt "Herbal Essences" zurückziehen, in der das Unternehmen behauptet hatte, keine Tierversuche mehr durchzuführen. Diesen Fall wollte P & G dem KONSUMENT gegenüber nicht kommentieren.

Unilever (Axe, Dove, Rexona u.a.):
"Um unseren Verpflichtungen für die Sicherheit unserer Produkte und die Gesundheit unserer Verbraucher nachzukommen, muss die Sicherheit der Rohstoffe dokumentiert werden. Daher wurden fast alle der heute in der Kosmetikproduktion eingesetzten Rohstoffe in der Vergangenheit an Tieren getestet." Immerhin hat Unilever nach eigenen Aussagen seit 2004 jährlich 3 Millionen Euro zusätzlich für die Erforschung alternativer Testmethoden ausgegeben.

Beiersdorf:
"Die Inhaltstoffe von Kosmetika unterliegen in Europa dem Chemikalienrecht. Das bedeutet, dass diese Stoffe von den Herstellern registriert werden müssen. Für das Registrierungs-Dossier sind in der Regel Daten aus Tierversuchen erforderlich, um die Sicherheit für Mensch und Umwelt nachzuweisen." … "Beiersdorf arbeitet seit mehr als 20 Jahren in Fachgremien und Verbänden erfolgreich an der Entwicklung von In-vitro-Alternativen zu Tierversuchen. Wir sind hier eines der führenden und besonders bekannten und akzeptierten forschenden Unternehmen weltweit."

Nikola Furtenbach von Vier Pfoten:
"Anders als ethisch handelnde Unternehmen lehnen die großen Kosmetikunternehmen eine Zertifizierung ab. Weil das verhindern würde, dass sie entweder Tierversuche selbst durchführen oder die Tierversuche an ihre Lieferanten auslagern können."

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Kommentare

  • verschleierte Tierversuche
    von REDAKTION am 18.02.2015 um 13:07
    Sie orientieren sich am besten an den Prüfsiegeln - siehe Artikel. Eine hundertprozentige Garantie für tierversuchsfreie Produkte kann es allerdings nicht geben. Ihr Konsument-Team
  • verschleierte Tierversuche
    von strike am 18.02.2015 um 10:21
    Wie kann ich als Konsument verhindern,unwissentlich Produkte zu kaufen,die mit verschleierten Tierversuchen den Käufer absichtlich in die Irre führen ? Wie kann ich das erkennen?