KONSUMENT.AT - Werbung mit Gesundheits-Versprechungen - Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten

Werbung mit Gesundheits-Versprechungen

Schluss mit leeren Behauptungen

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veröffentlicht: 10.07.2012, aktualisiert: 18.04.2013

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Schutz für Konsumenten

In Hinkunft sollen Werbeslogans mit falschen gesundheitlichen Versprechungen nicht mehr gemacht werden dürfen: Um Konsumenten europaweit vor unklaren oder irreführenden, wissenschaftlich nicht belegten nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben zu schützen, hat die EU eine Verordnung, die Health-Claims-Verordnung, erlassen. Sie ist seit 1. Juli 2007 in Kraft, allerdings noch nicht komplett umgesetzt.

Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten

Welche nährwertbezogenen Angaben erlaubt sind, und unter welchen Voraussetzungen sie verwendet werden dürfen, ist im Anhang zur Verordnung angeführt. Hier ist genau festgelegt, unter welchen Bedingungen ein Lebensmittel beispielsweise als „fettarm“, als "light“, als "frei von gesättigten Fettsäuren“ oder als "natriumarm/kochsalzarm“ gekennzeichnet werden darf. Es gilt: Alles, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten.

Keine Irreführung mehr

Gesundheitsbezogene Angaben sind in der Health-Claims-Verordnung in mehrere Kategorien unterteilt. In Angaben zu

  • "allgemeinen Funktionen" – z.B. "Kalzium stärkt die Knochen“, 
  • in Angaben zu "neuen Wirkungen“; darunter werden Werbeaussagen verstanden, die nur für ein bestimmtes Produkt gelten – z.B. "das Produkt XY aktiviert die Abwehrkräfte“,
  • in Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos – z.B. „Kalzium verringert das Risiko, an Osteoporose zu erkranken“ und 
  • in Angaben über die Entwicklung und Gesundheit von Kindern – z.B. Kalzium stärkt die Knochen Ihres Kindes.

Beispiele für verbotene Behauptungen finden Sie im Healt-Claim-Register der EU-Kommission für Gesundheit und Konsumenten: EU-Register on nutrition and health claims

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