KONSUMENT.AT - Werbung mit Gesundheits-Versprechungen - Europaparlament billigt 2012 Positiv-Liste

Werbung mit Gesundheits-Versprechungen

Schluss mit leeren Behauptungen

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veröffentlicht: 10.07.2012, aktualisiert: 18.04.2013

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Es dürfen grundsätzlich nur solche Claims verwendet werden, die auf anerkannten wissenschaftlichen Nachweisen basieren und für Konsumenten nicht irreführend sind.

Schlankheitsbezogene Werbung verboten

Schlankheitsbezogene Werbung sowie Werbung, die suggeriert, dass mit Gesundheitsbeeinträchtigungen rechnen muss, wer das beworbene Lebensmittel nicht konsumiert, ist generell verboten. Werden gesundheitsbezogene Slogans verwendet, muss sich auf der Packung u.a. ergänzend ein Hinweis finden, dass Gesundheit von einer ausgewogenen Ernährung und dem entsprechenden Lebensstil abhängt.

Was erlaubt ist

Für gesundheitsbezogene Angaben zu „allgemeinen Funktionen“ gibt es mittlerweile eine EU-weit gültige Gemeinschaftsliste = Positiv-Liste, aus der hervorgeht, welche Aussagen wissenschaftlich belegt und daher von der Europäischen Kommission zugelassen sind. Die Positiv-Liste wurde am 21. März 2012 vom Europaparlament gebilligt und am 16.5.2012 veröffentlicht. Ihr Zustandekommen war ein langwieriger Prozess.

44.000 Anträge eingereicht

Zunächst wurden die Anträge der Lebensmittelhersteller auf Zulassung von Werbeaussagen von den nationalen Behörden gesichtet. In etwa 44.000 Anträge auf Zulassung von Health-Claims (überwiegend Angaben zu "allgemeinen Funktionen“) wurden von den Lebensmittelherstellern in den vergangenen Jahren eingereicht.

90% gleich abgewiesen: "wissenschaftlich nicht belegt"

Ungefähr 90 Prozent davon wurden gleich von den nationalen Behörden als wissenschaftlich nicht belegt abgewiesen. Rund 4.200 Anträge wurden schließlich der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) zur Prüfung vorgelegt.

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