KONSUMENT.AT - Reiserecht - Anspruch auf Preisminderung

Reiserecht

Geld für Ärger

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KONSUMENT 8/2015 veröffentlicht: 13.07.2015, aktualisiert: 06.08.2015

Inhalt

Keine Lösung vor Ortt. Eine Felsenbucht wird nun einmal kein Sandstrand, die Großbaustelle nebenan verschwindet nicht binnen weniger Tage und ist das von Ihnen gebuchte Zimmer im 5-Stern-Hotel aufgrund eines Fehlers bereits belegt und alle gleichwertigen Hotels ausgebucht, so bleibt als Ersatz nur eine 4-Stern-Unterkunft. Auch in diesen Fällen haben Sie Anspruch auf Preisminderung. Auch da gilt: möglichst gut dokumentieren, worin der Unterschied zwischen gebuchter und erbrachter Leistung besteht.

Vorzeitige Abreise. Liegen gravierende Mängel vor, bei deren Kenntnis Sie die Reise nie gebucht hätten (z.B. das Hotel ist eine Baustelle), dann könnten Sie (wenn der Mangel nicht behoben werden kann und kein Ersatzangebot gemacht wird) die Reise theoretisch auch abbrechen und die Rückzahlung des anteiligen Reisepreises sowie – bei Verschulden des Reiseveranstalters – Ihrer Mehraufwendungen aus dem Titel des Schadenersatzes verlangen. Das bedeutet, dass Sie die Kosten für Ihre Rückreise vorstrecken müssen. Weigert sich der Veranstalter, diese zu übernehmen, kann eine kostspielige gerichtliche Rechtsdurchsetzung notwendig werden. Ein solches Vor­gehen setzt daher starke Nerven, Geduld und Risikobereitschaft voraus.

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