KONSUMENT.AT - Reiserecht - Richtig reklamieren

Reiserecht

Geld für Ärger

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KONSUMENT 8/2015 veröffentlicht: 13.07.2015, aktualisiert: 06.08.2015

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Richtig reklamieren. Nach der Rückkehr von Ihrer Reise sollten Sie Ansprüche aus einer mangelhaften Reiseleistung grundsätzlich so rasch als möglich mit eingeschriebenem Brief gegenüber dem Reiseveranstalter geltend machen. Gibt es keine außergerichtliche Einigung, können sie bis spätestens 2 Jahre nach Rückkehr gerichtlich geltend gemacht werden.

Wie viel Entschädigung gibt es? Ein Richtersenat in Frankfurt hat eine Reihe von Einzelentscheidungen zu Ersatzansprüchen bei Urlaubsreisen gesammelt und geordnet. Diese „Frankfurter Liste“ wird auch von österreichischen Gerichten zur Beurteilung von Ansprüchen geschädigter Urlauber herangezogen. Daneben gibt es auch noch vergleichbare Listen, wie z.B. die Zak-Reisepreisminderungstabelle mit Urteilen österreichischer Gerichte, insbesondere des Handelsgerichts Wien. Die Listen dienen zur Orientierung, rechtlich verbindlich sind sie nicht.

Schadenersatz. Trifft den Reiseveran­stalter oder seine Erfüllungsgehilfen am ver­- patzten Urlaub gar ein Verschulden, dann steht neben der Gewährleistung auch Schaden­ersatz zu. Normaler Brechdurchfall fällt wohl in die „Kategorie Pech“. Wenn aber ein verdorbenes „All-Inclusive-Buffet“ Brechdurchfall verursacht und man den Urlaub im Bett statt am Strand verbringt, dann hat man auch Anspruch auf Schadenersatz für Heilungskosten und Schmerzens­geld. Wichtig sind in solchen Fällen die umfassende Dokumentation des Ausmaßes der Erkrankungen (Liste der erkrankten Urlauber in der Anlage) und die Dokumentation des eigenen Krankheitsverlaufes (z.B. ärztliche Atteste)

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