KONSUMENT.AT - Wasser sparen - Versteckter Wasserkonsum

Wasser sparen

Kostbares Nass

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KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 28.07.2016

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Sparen beim Gießen

Auch beim Gießen im Garten lässt sich der Wasserverbrauch reduzieren – Regen erspart das Gießen; und gesammeltes Regenwasser kann beim Bewässern des Gartens das Trinkwasser aus der Leitung ersetzen. Wenn Sie am kühleren Morgen oder am Abend gießen, verdunstet wesentlich weniger Wasser als bei Sonnenschein untertags. Ebenso, wenn Sie in Boden­nähe gießen, ­etwa durch Verwendung eines Tropfschlauches statt eines Rasensprengers.

Doppelt sparen beim Warmwasser

Wenn es um Warmwasser geht, bedeutet Wasser sparen auch Energie sparen. Warmwasser ist mit durchschnittlich etwa zwölf Prozent des Gesamtenergieverbrauchs nach der Heizung der zweitgrößte Energieverbraucher im Haus. Auf den Warmwasser­verbrauch hat das Benutzerverhalten einen sehr großen Einfluss. Basis ist, die optimale Wasser­temperatur einzustellen (Boiler auf 60 Grad Celsius). Duschen statt baden reduziert Wasser- und Energieverbrauch.

Für ein Vollbad ist bis zu dreimal so viel Energie ­nötig wie fürs Duschen. Doch auch beim ­Duschen lässt sich durch Wasser sparende Duschköpfe der Wasserverbrauch ohne Komfortverlust um bis zu 50 Prozent ver­ringern. Denn je nach Duschkopf werden zwischen 6 und 14 Liter pro Minute verbraucht. Durchschnittlich wird in Österreich sieben bis acht Minuten lang geduscht. Duscht jemand nur vier Minuten, spart das 24 bis 56 Liter Wasser. Der individuelle Spielraum ist hier groß. Auch der Einsatz eines Strahlreglers am Waschbecken, der dem Wasser Luft beimischt, reduziert den Wasserverbrauch.

Versteckter Wasserkonsum

Übersehen wird oft, dass der Löwenanteil des Wasserverbrauchs im Haushalt gar nicht am Wasserzähler ablesbar ist. Denn zu den 135 Liter Wasser, die in Österreich durchschnittlich pro Kopf und Tag im Haushalt verbraucht werden, kommen noch rund 4.400 Liter an "virtuellem" Wasser hinzu. Das ist Wasser, das wir mit Lebensmitteln, Kleidung und anderen Gebrauchsgegenständen des Alltags konsumieren, weil für deren Produktion viel Wasser aufgewendet werden muss.

Die Produktion von einem Kilogramm Getreide verbraucht etwa 1.500 Liter Wasser, für ein Kilogramm Rindfleisch sind 15.000 Liter, für ein T-Shirt 4.100 Liter und für ein Auto bis zu 400.000 Liter nötig. So kommt es, dass ein wasserreiches Land wie Österreich sogar aus zum Teil von Wasserarmut geprägten Regionen der Welt Wasser „importiert“. Durch bewussten Konsum – mehr regionales, saisonales Gemüse und Obst, weniger Fleisch, langlebige Produkte – wird daher auch viel Wasser gespart.

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Kommentare

  • Kostbares Nass
    von Dorer am 31.07.2016 um 15:34
    Zur Information: In Wien ist das Nass so kostbar, dass eine regelmäßige Überprüfung der Dichtheit der Verbrauchsanlage seit 1960 gesetzlich vorgeschrieben ist! Gemäß § 15 Abs. 4 Wasserversorgungsgesetz - WVG ist die Verbrauchsanlage mindestens alle drei Monate auf Dichtheit durch den Wasserabnehmer zu prüfen oder prüfen zu lassen (Obsorgepflicht). Darauf wird auch in den Wasserbezugsverträgen hingewiesen.