KONSUMENT.AT - Plastik: Müll ohne Ende - Obst und Gemüse offen verkaufen

Plastik: Müll ohne Ende

Kommentar von Redakteur Bernhard Matuschak

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KONSUMENT 9/2019 veröffentlicht: 29.08.2019

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Die Erfindung des Kunststoffs ist für die Menschheit Segen und Fluch zugleich. - Ein "Aufgespießt" von KONSUMENT-Redakteur Bernhard Matuschak.

Bernhard Matuschak (Bild: U. Romstorfer/VKI) Einerseits ist der Werkstoff nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, andererseits verseuchen Kunststoffabfälle Mensch, Tier und Umwelt. Immerhin wächst langsam aber sicher die Erkenntnis, dass es höchste Zeit für ein Umdenken ist.

Kunststoffvermeidung ist nicht einfach

Kunststoff sollte nur dort eingesetzt werden, wo es unumgänglich ist, und überall dort vermieden werden, wo er verzichtbar ist. Doch wer in seinem Konsumverhalten einen Beitrag leisten und einen Bogen um Einwegprodukte und unnötig verpackte Ware machen möchte, dem wird es nicht gerade leicht gemacht.

Los geht es bereits beim Einkaufen von Obst und Gemüse im Supermarkt. Wie unsere Erhebung ( Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse 7/2019 ) zeigt, sind ausgerechnet die Diskonter, die sich selbst auch gern einmal ein Öko-Mäntelchen überziehen, besonders fleißige Plastikverschwender.

Plastik überall: Was sagen die Verursacher?

Produkte, die ohne Weiteres offen verkauft werden könnten, werden vielfach nur in lästiger Plastikverpackung angeboten. Dabei wäre es gerade bei Obst und Gemüse für Diskonter und Einzelhandel ohne großen Aufwand möglich, freiwillig darauf zu verzichten und einen Beitrag für die Umwelt zu leisten (was die Müllverursacher dazu sagen, können Sie im Übrigen in der nächsten Ausgabe von KONSUMENT nachlesen).

Es braucht gesetzliche Vorgaben

Aber auch hier, im Kleinen, zeigt sich, dass wir ohne gesetzliche Vorgaben auf keinen grünen Zweig kommen. Dazu bedarf es jedoch erst einmal einer Umweltpolitik, die diesen Namen auch verdient.

Ihre Meinung ist mir wichtig!

Redakteur Bernhard Matuschak
bmatuschak@konsument.at

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Kommentare

  • Gesetzliche Vorgaben
    von ling am 29.11.2019 um 11:05
    "Aber auch hier, im Kleinen, zeigt sich, dass wir ohne gesetzliche Vorgaben auf keinen grünen Zweig kommen"

    Solange viele unserer Politiker (und auch die -innen) überzeugte Lobbyisten sind, wird dies allerdings noch lange auf sich warten lassen bzw Wunschdenken bleiben...
  • Gemüse ohne oder mit Verpackung
    von ling am 22.11.2019 um 10:14
    Ich hatte vor längerer Zeit Gelegenheit in einer Billa-Filiale offen angebotene Eierschwammerl (für unsere bundesdeutschen Freunde zum besseren Verständnis: Pfifferlinge) unverpackt zu sehen. Schau schau, dachte ich, Billa auf dem Vormarsch für unverpacktes Gemüse. Als ich jedoch stehen blieb und einige Konsumenten beim "betrachten" der Ware sah, verflog mein Gedanke an das Gute im Supermarkt recht schnell. Da wurde mit den Händen entnommen, geprüft, zurückgelegt, nochmals genommen und wieder retourniert - vor allem aber: nichts gekauft! Wenn man das auf den Tag hochrechnet, vergeht einem die Laust auf Pilzkonsum. Nicht nur, dass jeder mit seinen Griffeln (sauber oder nicht, das sei einmal dahingestellt) herumfingert, die Ware wird dadurch nicht besser und vor allem immer unansehnlicher. Nachdem ich genug hatte, beschloss ich auf diesen Genuss zu verzichten und mich den gemeinen Plastikverpackungschampignons zuzuwenden. Weiß, steril, sauber. Und gar kein schlechtes Gewissen danach. Eigentlich seltsam, denn bei Gurken, Paradeisern, Zucchini, Paprikaschoten ist mir das nur recht, wenn diese unverpackt angeboten werden, die Eierschwammerl würden mir allerdings recht lange im Magen liegen...
  • Gemüse ohne Verpackung teurer
    von Petra Geiger am 14.09.2019 um 11:01
    Ich war unlängst in einem Spar-Markt. Da gab es ein Hinweis-Schild am Gemüse-Regal, dass der Kauf von unverpackter Ware ein Beitrag zum Umweltschutz waere. Die danebenliegenden unverpackten Paprika waren jedoch teurer als die verpackten.